immerweiter

Pascal Klewer - trumpet
Julius Windisch - piano/composition
Sofia Eftychidou - bass
Marius Wankel - drums


“Live at Morphine” will be out on March 20th 2026 on Unit Records


DE:

Eine neue musikalische Sprache. Der Pianist und Komponist Julius Windisch experimentiert mit rhythmisch-komplexen Formen und den Möglichkeiten, elektronische Klangästhetik auf sein akustisches Quartett zu übertragen.

„Ich möchte Musik schreiben, die das Leben widerspiegelt“. (Julius Windisch)

Seine Stücke sind Selbstportraits. Als Erzählung von Möglichkeiten, Verschränkungen und einer neuen musikalischen Sprache. Das neue Album „Live in Morphine Raum“ (Release 20.03.2026) des Pianisten und Komponisten Julius Windisch nimmt eine Ästhetik auf, die die beginnende Technoszene der frühen 1990er Jahre, das Loslassen in der Energie der Musik und des Rhyhmus in all seiner Rohheit und Fragilität in die heutige Zeit übersetzt. Eine Zeit der Ungewissheit und Zukunftsängste angesichts von Klimakrise, Kriegen und sozialer Ungerechtigkeit.

Für Julius Windisch ist Musik auch ein Sehnsuchtsort, an dem man diese Emotionen verarbeiten kann. Der Bandname „immerweiter“ ist wie ein Mantra, dass es trotz allem immer weitergeht. Als utopisches Konzept und Szenario der Möglichkeiten. Als Musiker und Künstler sieht er sich auch als Chronist seiner Zeit, die durch die rhythmische Komplexität der Musik gespiegelt wird. Auch als Kontrapunkt, in dem die Schönheit der Melodien und die beinahe hymnische Intensität, mit der sie gespielt werden, Hoffnung gibt.

„Live in Morphine Raum“ ist das zweite Album des Julius Windisch Quartetts „immerweiter“. Nach dem 2023 erschienenen ersten Studioalbum „in its own pace“ wurden die insgesamt sieben Stücke am 21. November 2024 als Live-Konzert im Berliner „Morphine Raum“ aufgenommen. Hier überträgt Julius Windisch das Vokabular der elektronischen Musik, insbesondere die Klangästhetik des britischen Ambient-Komponisten und DJs Aphex Twin, auf sein akustisches Quartett. Ihn habe fasziniert, dass es mit elektronischer Musik möglich ist, unbegrenzt Klänge zu erzeugen, ohne durch das eigene Instrument limitiert zu sein. Dazu die Direktheit und Emotionen, die diese Musik in ihm auslösten, die Unvorhersehbarkeit und wie rhythmisch-komplexe Formen die Zerbrechlichkeit einer Melodie tragen können.

Julius Windisch gründete sein Quartett „immerweiter“ 2022 mit dem Trompeter Pascal Klewer, der Bassistin Sofia Eftychidou und dem Schlagzeuger Marius Wankel. „Dies waren Musiker*innen, die mich inspirieren und mit denen ich schon lange gemeinsam arbeiten wollte“, so Windisch. An Pascal Klewer schätzt er dessen Virtuosität, Lyrik und seine ästhetische Sensibilität, tiefe Emotionen wie Melancholie und Verzweiflung darzustellen.

An Marius Wankel dessen Beherrschung komplexer Rhythmen, seine oft von elektronischer Musik inspirierte Soundästhetik und sein nie überladenes Spiel. Sofia Eftychidous eigene Stimme auf ihrem Instrument sowie ihr Einfühlungsvermögen und ihr tiefes Gespür für Melodien.

Die Musik zeichnet sich durch unkonventionelle rhythmische Unterteilungen aus (Etwa in 5 oder 7). Dies verlange von den Musiker*innen ein Umdenken des musikalischen „Fühlens“, ein Aufbrechen musikalischer Konventionen und Improvisationsmuster. Er komponiere bewusst Situationen, die aus der Komfortzone herausgehen, um neue Ausdrucksformen zu finden, so Windisch. Neben der elektronischen Musik von Aphex Twin beeinflusste ihn der Komponist Wolfgang Rihm mit seiner Harmonik und Stimmführung, da sie zu komplexen, aber logischen Klängen führen, die sich traditionellen Ansätzen entziehen und die Faszination des „nicht Erklärbaren“ betonen.

Mit „Live in Morphine Raum“ zeigt sich Julius Windisch als einer der jungen, herausragenden Komponisten des aktuellen Jazz, der die Formensprache der Musik erweitert und mit rhythmischer Komplexität und melodischer Intensität die gegenwärtige Zeit spiegelt.

EN:

A new musical language Pianist and composer Julius Windisch experiments with rhythmically complex forms and the possibilities of transferring electronic sound aesthetics to his acoustic quartet.

"I want to write music that reflects life." (Julius Windisch)

His pieces are self-portraits. A a narrative of possibilities, interconnections, and a new musical language. The new album “Live in Morphine Raum” (release 03/20/2026) by pianist and composer Julius Windisch takes up an aestheti that translates the nascent techno scene of the early 1990s, the letting go in the energy of music and rhythm in all its rawness and fragility. A time of uncertainty and fears about the future in the face of climate crisis, wars and social injustice.

For Julius Windisch, music is alsoplace of longing where these emotions can be processed. Th band name “immerweiter” is like a mantra that, despite everything life goes on. As a utopian concept and scenario of possibilities. As a musician and artist, he also sees himself as a chronicler of his time, which is reflected in the rhythmic complexity of the music. Also as a counterpoint in which the beauty
of the melodies and the almost hymn-like intensity with which they
are played give hope.

“Live in Morphine Raum” is the second album by the Julius Windisch Quartet “immerweiter.” Following the release of their first studio album, “in its own pace,” in 2023, the seven tracks were recorded on November 21, 2024, as a live concert at Berlin's “Morphine Raum.” Here, Julius Windisch transfers the vocabulary of electronic music, in particular the sound aesthetics of British ambient composer and DJ Aphex Twin, to his acoustic quartet. He was fascinated by the fact that with electronic music it is possible to create unlimited sounds without being limited by one's own instrument. Added to this was the directness and emotions that this music triggered in him, the unpredictability and how rhythmically complex forms can carry the
fragility of a melody.

The music is characterized by unconventional rhythmic divisions (for example, in 5 or 7). This requires musicians to rethink their musical
“feel,” breaking with musical conventions and improvisational patterns. He deliberately composes situations that take him out of his comfort zone in order to find new forms of expression, says Windisch. In addition to the electronic music of Aphex Twin, he was influenced
by the composer Wolfgang Rihm with his harmonies and voice leading,
as they lead to complex but logical sounds that elude traditional approaches and emphasize the fascination of the “inexplicable. 

With “Live in Morphine Raum,” Julius Windisch shows himself to be one of the outstanding young composers of contemporary jazz, expanding the formal language of music and reflecting the present day with rhythmic complexity and melodic intensity.

Julius Windisch founded his quartet “immerweiter” in 2022 with trumpeter Pascal Klewer, bassist Sofia Eftychidou, and drummer Marius Wankel. "These were musicians who inspire me and with whom I had wanted to work for a long time," says Windisch. He appreciates Pascal Klewer's virtuosity, lyricism, and aesthetic sensitivity in portraying deep emotions such as melancholy and despair.

In Marius Wankel, he appreciates his mastery of
complex rhythms, his sound aesthetics, often inspired by electronic music, and his playing, which is never overloaded. Sofia Eftychidou's
own voice on her instrument, as well as her empathy and deep sense of melody. 


Live at Bezau Beatz in Austria, August 2024





Live Footage from Vorfluter Gallery in Berlin, February 2024