News


02/05/2021

Together with the great bassist from Leipzig Robert Lucaciu I have started a new concert series happening once a month at Rotbart in Rixdorf. It is called lit. 
Next issues: may 27th + june 17th. Stream here: https://twitch.tv/lit_berlin


10/2/2021
berta.berlin has shot a great 25 minute live set of my new trio at the beautiful Theater im Delphi in Berlin. Check it out here: 

https://www.youtube.com/watch?v=oZvYX7NNTbc

5/8/2020
www.youtube.com/watch?v=88TokJ_fkbY
This is a new video I have recorded with my Quartet at Donau115 in June during a Livestream we played. Thanks to Ortrun Bargholz, Lukas Rutzen, Chad Metheny, Clemens Schöll!
We are playing at Donau115 again tomorrow. 2 Sets at 21h & 22h with a maximum capacity of 25 people inside. Come early!

10/6/2020
I am going to do a Livestream from Donau115 in Berlin with my Quartet this upcoming sunday, June 14th. I will post the link here in due time. You can also find it on the Facebook Page of Donau115.

14/4/2020
Hier ist ein Text des freien Journalisten Norbert Krampf (u.a. FAZ) über das bald erscheinende Album Chaos meines Quartetts:

Mit Chaos präsentiert der Pianist und Komponist Julius Windisch ein starkes Debütalbum seines Quartetts, das auf dem Hochseil des Modern Creative Jazz balanciert. Juvenile Risikofreude und präzises Handwerk sind die Basis für einen Gestaltungswillen, der individuelles Temperament, Detailschärfe und feines Gespür für lyrisch-atmosphärische Momente vereint.

Der Albumtitel mag ein wenig in die Irre führen, das vermeintliche Chaos ist nämlich im Grunde keins. Vielmehr bilden ausgeklügelte Strukturen, subtile Melodien und Nuancen Spannungsfelder und Kontraste, die beim wiederholten Hören umso mehr fesseln können. Nicht von ungefähr hat Windisch als Covermotiv eine geometrische Grafik gewählt, die ebenso schlichte Figuren wie komplexe Konstruktionen, eine gewisse Ordnung und ein wenig Chaos symbolisiert.

„Den Begriff Chaos verstehe ich vor allem im übertragenen Sinn, weil ich beim Komponieren häufig gegen Konventionen verstoße“, lacht Julius Windisch. Ein wenig Ironie stecke außerdem darin, so wie in manchen seltsamen Namen der Stücke. Humor ist für Windisch wichtig, aber beileibe kein Selbstzweck. Mitunter sind es ganz direkte Gefühlslagen, die die lebendige Musik prägen. Sie können sogar von Nachrichten ausgelöst werden. „Wie manche Politiker mit Klimawandel und Flüchtlingen umgehen, macht mich fassungslos. Eine solche Ignoranz ist unglaublich.“

Julius Windisch ist ein reflektierter Typ, aber keinesfalls kopflastig. „Ich hab das Bedürfnis, Emotionen zu transportieren, weil ich selbst am liebsten Musik höre, die mich emotional mitnimmt.“ Im Zentrum steht für ihn, Stimmungen mit Klängen auszudrücken und das Publikum auf dieser Ebene zu erreichen. Die meisten Stücke von Chaoshat Windisch vor knapp zwei Jahren geschrieben, als er sich im Rahmen seines EU-Masterstudiums für ein Semester in Amsterdam aufhielt. Ein weiteres verbrachte er am Jazz Institut Berlin, die beiden übrigen am Rytmisk Musikkonservatorium in Kopenhagen. Eindrücke aus unterschiedlichen Städten und Unis, von vielen kurzen Begegnungen, aber auch von Momenten der Einsamkeit an fremden Orten sind in die Stücke von Chaoseingeflossen. „Manche Stellen sind melancholisch, weil es damals nicht immer ganz leicht war“, sagt Windisch.

Eine konzeptionelle Linie für Chaoszeichnete sich auch bald ab, nämlich komplexe metrische Anlagen, die unkonventionelle Wege gehen. Sie prägen schon das Titelstück zu Beginn der CD und sind im weiteren Verlauf mehr oder weniger stark präsent. Auf die Spitze getrieben werden sie in Gräit, das aus zwei Strukturen unterschiedlicher Länge besteht, die in verschiedenen Taktarten laufen. „Ich habe sie komplett getrennt voneinander für zwei Duos geschrieben, sie kamen also erst im gemeinsamen Spielen zusammen“, erklärt der Pianist, „interessant ist, wie jetzt immer andere Passagen aufeinander treffen. Wissen oder analysieren muss man das nicht, schon gar nicht als Hörer*in – es macht einfach Spaß.“ Ungewöhnliche Rhythmik prägt auch Easter, zudem finden sich hier, ebenso wie in Leere, unübliche Harmonien. Dazu gehören übermäßige Intervalle, die selbst im Jazzstudium oft als ungehörig gelten.

Vieles wird von Julius Windisch präzise notiert, trotzdem gibt es in jedem Stück auch gemeinsam improvisierte Momente, die als solche nicht unbedingt erkennbar sind. Die intuitive und spontane Ausdeutung solcher offenen Passagen gehört zu den wesentlichen Merkmalen der Band, die nach ihrer Gründung im Juni 2018 ziemlich schnell zu einem Organismus zusammengewachsen ist. Julius Windischs Klavierspiel changiert von poetischer Introvertiertheit zu kraftvollen Expressionen jenseits gängiger Voicings und Phrasen, Max Santner beflügelt agil und klangvoll die Dynamik. Felix Henkelhausen lässt die traditionelle Rolle des Bassisten im Jazz hinter sich. Nicht nur, weil er bisweilen den Bogen einsetzt, sondern vor allem durch sein Gespür dafür, wann Zusammenhalt und Loslassen gefragt sind. Hinzu kommt seine eindrucksvolle spielerische Leichtigkeit selbst in virtuosen Momenten. An Sölvi Kolbeinsson schätzt Windisch neben dessen persönlichem Saxophon-Ton vor allem, „dass er abstrakt, aber auch einfach und klar spielen kann und vor Melodien nicht zurückschreckt.“

Unmittelbar nach einer Tour im Frühsommer 2019 ging das Quartett ins Studio, um die Stücke aufzunehmen. Viele Details wurden auf der Bühne ausformuliert, natürlich war die Band durch die vorangegangenen Konzerte perfekt eingespielt. Bei den Aufnahmen standen alle in einem Raum, lediglich ein paar Stellwände sorgten für ein wenig Abschirmung, um einen Mix zu ermöglichen. Nachträgliche Editierungen waren ohnehin nicht geplant, lediglich vereinzelte pointierte elektronische Effekte (zu hören im Titelstück, bei Zulassen und Easter) kamen im Mix dazu.

10/4/2020
Happy Easter!
Windisch Quartett releases their first single of the new album: Easter.
Buy it on Bandcamp: https://juliuswindisch.bandcamp.com/album/chaos or stream it anywhere you want: https://orcd.co/easter.
Işıl Karataş has made this beautiful video for it. Thanks Işıl !



6/3/2020

Windisch Quartett will release their first Album on the 8th of May 2020 on Hout Records. A Release Tour follows the week after. Catch us here:

10/5/2020 Kulturnhalle - Leipzig, DE
11/5/2020  Kukulida - Dresden
12/5/2020 Salon de Jazz - Köln, DE
13/5/2020 Franz - Aachen, DE
14/5/2020 Stubenkonzerte - Bern, CH
16/5/2020 Hombis Salon - Zürich, CH
17/5/2020 Subbotnik - Leipzig. DE
23/5/2020 Donau115 - Berlin, DE
We recorded this music in June 2019 at Zentrifuge after our first Tour. It feels long overdue to release these recordings since I am already working on new compositions for quite a while now. I am happy that the album sounds as good as it does, which it would not without the great help of Sölvi Kolbeinsson, Felix Henkelhausen & Max Santner, Anthony Greminger (Mixing and Editing) & Luca Aaron (Mastering). Also it looks amazing thanks to Lea Schmitt (Artwork).